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Lebensmittel – Hygiene-Probleme in der Großbäckerei
Stand: 17.02.2012
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Die Brötchen wird keiner mehr essen. Sie wandern in den Müll!
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"Hier werden keine Müller-Backwaren verkauft!"
Dieses Schild hängt im Winter 2012 nicht an einer x-beliebigen Bäckerei, sondern an vielen Müller-Bäckereien in Oberbayern. Komisch, aber wahr, denn die Großbäckerei Müller musste die Semmel- und Brotproduktion in ihrer Fabrik stoppen, weil Prüfer dort zu viel Dreck gefunden hatten. Seither wurde in den Filialen Brot von anderen Bäckern verkauft.
Wo kommt der Dreck her? Das erzählt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern. Sie will, dass die Kunden bescheid wissen, ob es in Fabriken sauber zugeht.
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Manchmal müssen die Kontrolleure auch schnuppern, ob ein Lebensmittel noch gut ist.
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Mäusekot, Ungeziefer und Speisereste haben die Lebensmittelkontrolleure bei Müller Brot gefunden. Da kann einem der Appetit vergehen. Für die Gesundheit schädlich war der Dreck in der Fabrik aber anscheinend nicht. Trotzdem wurde die Fabrik geschlossen. Erst müssen alle Förderbänder und Maschinen so sauber sein, dass die Kontrolleure zufrieden sind. Dann können wieder Semmeln, Brot und Brezen gebacken werden.
Wie kommt die Maus in die Fabrik Du kennst es vielleicht aus der Küche: Da lässt man die Zuckerpackung offen stehen, putzt die Krümel in der Ecke nicht richtig weg oder lässt den Mülleimer-Deckel offen und schon finden das Ameisen, Silberfischchen und Fruchtfliegen richtig toll. Kleinste Tiere haben Hunger und stehen eigentlich auf alle Lebensmittel außer Salz und reine Fette. Sie nisten sich in den Packungen ein, hinterlassen Kot, Spinnfäden, Hautschüppchen oder manchmal sogar Haare. Und wenn sie sterben, bleiben sie natürlich auch in der Mehl- oder Zuckertüte liegen.
Das ist in großen Fabriken natürlich nicht anders. In Großbäckereien ist es vor allem das Mehl, das natürlich überall verarbeitet wird, das das Ungeziefer anzieht. Deshalb ist regelmäßiges Putzen super-wichtig. In der Müller-Großbäckerei wurden täglich bis zu eine Million Semmeln und Brezen und um die 70.000 Brote gebacken. Dafür wurden natürlich große Maschinen und Fließbänder gebraucht. Auch die gilt es gründlich zu putzen, weil sich sonst in Ritzen, Ecken und Schläuchen Lebensmittel festsetzen, Tiere anlocken oder sogar schimmeln.
Was kannst du tun? Damit es zu Hause nicht in der Küche krabbelt, haben wir Tipps für dich. Klick den roten Pfeil!
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Nur eklig oder auch schädlich?
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Ohne Ungeziefer - da schmeckt's doppel gut!
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Ungeziefer in Lebensmitteln sind vor allem eins: eklig! In den schlimmsten Fällen verändern die Schädlinge aber nicht nur das Aussehen, den Geruch oder den Geschmack eines Lebensmittels, sondern können uns auch krank machen. Wenn zum Beispiel Viren, Bakterien, Sporen oder Würmer übertragen werden, die Krankheiten oder Allergien auslösen. Beim Brot kann das eigentlich nur passieren, wenn das Ungeziefer nach dem Backen ins oder ans Brot gekommen sind. Denn die Hitze im Backofen macht den meisten Schädlingen den Garaus.
Was die meisten Menschen aber aufregt und nervt, ist, dass die Kontrolleure schon seit Jahren immer wieder Dreck in der Brotfabrik gefunden haben. Müller-Brot musste deshalb dicke Strafen zahlen, aber den Kunden wurde nichts erzählt. Auf der anderen Seite müssen die Kontrolleure natürlich aufpassen, dass sie nicht wegen Kleinigkeiten die Kunden in Angst versetzen. Denn wenn ein Bäcker erst mal einen schlechten Ruf hat, kommen die nächsten Probleme: Die Kunden bleiben aus, die Einnahmen sinken und es wird schwierig, die Mitarbeiter zu bezahlen. So geht es jetzt auch Müller Brot.
Tina Gentner
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