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Bank - Leiht und verleiht Geld
Stand: 18.07.2012
Wo landet das Geld eigentlich, wenn man es auf einer Bank einzahlt? In Geldsäcken, riesigen Kisten oder Tresoren im Keller? Und was machen Banken außer Geld einsammeln eigentlich noch so? Sie versuchen meist, aus Geld noch mehr Geld zu machen. Wie und warum sich Geld vermehrt, kriegt man am Bankschalter aber eher nicht erzählt.
Mal angenommen, du bekommst von deiner Oma einen Zwanzig-Euro-Schein und zahlst ihn auf dein Sparkonto ein. Dann wird das dir das Geld dort gutgeschrieben. Aber nicht in einem dicken Buch, sondern in einer Datei in einem Computer. Da drin wird gespeichert, wie viel du einzahlst und wann du etwas abhebst. Der Geldschein von deiner Oma wird also nicht für dich aufgehoben, sondern wieder an jemanden ausgezahlt, der etwas von seinem Konto abheben möchte. Deinen speziellen Schein kriegst du deshalb nie wieder.
Aber obwohl der liebevoll von Oma gefaltete Schein jetzt erst mal futsch ist, gibt es eine Menge gute Gründe, sein Geld zur Bank zu bringen: Es kann nicht verloren gehen. Es vermehrt sich. Und: Es kann sich woanders nützlich machen, während du es nicht brauchst.
Wie sich dein Geld vermehrt
Zu der Hauptarbeit von Banken gehört es, Geld von Leuten zu leihen, die es sparen wollen, und es dann an andere zu verleihen, die Geld benötigen. Wer sich Geld bei einer Bank leiht, muss dafür eine Gebühr bezahlen: Zinsen. Einen Teil davon gibt die Bank dir – und so wird das Geld auf deinem Sparkonto langsam mehr. Den größeren Teil der Zinsen behält aber die Bank. Davon bezahlt sie unter anderem auch ihre Mitarbeiter und die Miete für ihre Räume.
Aber Moment mal: Dass das Geld auf deinem Konto sich durch die Zinsen vermehrt, ist ja sehr schön. Aber dass die Bank dein Geld an irgendjemanden verleiht, ohne dass du weißt, was der damit vorhat? Das könnte ja auch ganz schön schief gehen. Oder würdest du jemandem Geld leihen, der damit vielleicht Sachen macht, die dir gar nicht gefallen?
Wer dabei mitreden will, wohin sein Geld verliehen wird, der geht am besten zu einer Gemeinschaftsbank. Dort kann man sich nämlich entscheiden, ob sich das eigene Geld beim Umweltschutz, in Kindergärten, auf einem Biobauernhof oder vielleicht in einem Theater nützlich machen soll. Und das hat dann wirklich mehr Sinn, als es zu Hause zwischen den Socken zu verstecken! Wenn du dann lange genug gespart hast, um deinen großen Wunsch zu erfüllen, kannst du dir dein Geld einfach wieder am Bankschalter abholen.
Anne Buchholz
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